Mittwoch, 10. Oktober 2007

W. C. Fields



Mit neunzehn Jahren wurde Fields bereits als Distinguished Comedian (hervorragender Komödiant) angesehen, und er eröffnete Bankkonten in jedem Ort, in dem er auftrat. Mit 23 Jahren trat er im „Palace" in London auf und zusammen mit Sarah Bernhardt in einer Sondervorstellung im Buckingham Palace. Er wurde an das Folies Bergère in Paris engagiert (neben einem jungen Charles Chaplin und Maurice Chevalier) und war auch als Künstler in den Ziegfeld Follies von 1915 bis 1921 im Programm.

Für ein Jahr gehörte Fields 1923 auch zur Besetzung eines damals hochgelobten Musicals, „Poppy". 1925 verfilmte der Regisseur D. W. Griffith das Musical unter dem Titel Sally of the Sawdust und Fields gehörte ebenfalls zur Besetzung. In dem 15-minütigen Kurzfilm Pool Sharks (1915) konnte Fields seine Billard-Kenntnisse einbringen. Nach einer Umsiedlung nahe Burbank in Kalifornien sollten 37 Filme für das Paramount-Studio folgen. Aber auch im Radio war Fields zu hören, mit Spontan-Dialogen in den Charlie McCarthy-Radiosendungen von Edgar Bergen. 1939 wechselte Fields zur Universal, wo er Filme drehte, für die er selbst das Drehbuch verfassen und auch die Hauptrolle spielen konnte.

Obwohl in seinen Filmen der Alkohol eine wesentliche Rolle spielte (er wurde selten ohne einen „Drink" in der Hand gefilmt), konnte sich von seinen Schauspielerkollegen jedoch niemand daran erinnern, dass er während der Filmarbeit tatsächlich einmal betrunken gewesen wäre. Im tatsächlichen Leben jedoch hatte er durchaus Probleme mit dem Alkohol.

Nach den Untersuchungen von Filmhistorikern agierte Fields in nur einem einzigen Film genau so, wie es das Drehbuch vorschrieb, und das war in dem MGM-Film David Copperfield (1935), in der er die Rolle des Mr. Micawber spielte. Er wollte diese Rolle, die er nach einigen Drehtagen von dem erfolglosen Charles Laughton übernahm, so sehr, dass er ausnahmsweise auch einmal seine Abneigung, neben Kindern zu spielen, ablegte. Ansonsten sind zahlreiche Bonmots für diese Abneigung belegt ("Ein Mensch, der Hunde und Kinder nicht mag, kann nicht wirklich schlecht sein.").

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